Orchester Vorstellung des Orchesters

Das Orchestre philharmonique de Strasbourg – seit 1994 „Orchestre national“ – steht seit 2012 unter der musikalischen und künstlerischen Leitung von Marko Letonja. Es zählt 110 Musiker und gehört zu den bedeutendsten französischen Orchestern. Neben seiner Konzertsaison spielt es auch bei Aufführungen der Opéra national du Rhin, nimmt am Festival Musica teil und führt neue Projekte mit anderen Straßburger Partnern durch. In dem Bestreben, Musik einem breiten Publikum zugänglich zu machen, bietet es zahlreiche Aktionen außerhalb Straßburgs sowie ein dynamisches Kulturprogramm für alle Altersgruppen. Das Orchester trägt zur nationalen und internationalen Renommee der Stadt Straßburg bei (etwa durch regelmäßige Auftritte in der Philharmonie de Paris sowie Konzerte in den Hauptstädten Europas). In jüngster Zeit knüpft es an die großen internationale Tourneen an, die es in der Vergangenheit nach Japan, Brasilien oder Argentinien geführt haben: So gab das OPS im Juni 2017 fünf Konzerte in Südkorea.


Das Orchestre philharmonique de Strasbourg verfügt über eine umfangreiche Diskografie und gewann 2006 den Musikpreis „Victoire de la musique classique“ in der Kategorie „Einspielung des Jahres“ für eine CD mit Werken von Jean-Louis Agobet. Unlängst erschien eine bereits als wegweisend geltende Version der Oper Les Troyens von Berlioz (Erato / Warner Classics 2017) unter der Leitung von John Nelson und mit hochkarätiger Besetzung, darunter Joyce DiDonato und Michael Spyres. Die CD wurde von der New York Times und bei den International Opera Awards als beste Einspielung des Jahres ausgezeichnet und zählt zu den Gewinnern der Gramophone Classical Music Awards 2018 in der Kategorie Oper. Das OPS ist fest in seiner Zeit verankert und spielte beispielsweise 2017 in der Musiktalent-Sendung Prodiges auf France 2; ferner werden regelmäßig Darbietungen des OPS als Live- oder Catch-up-Stream auf ARTE Concert angeboten, wodurch der Grundstein für einen virtuellen Konzertsaal gelegt wird.

Trotz seiner Modernität gehört das Ensemble zu den ältesten Orchestern Frankreichs: Es wurde 1855 gegründet und damals von dem belgischen Dirigenten Joseph Hasselmans geleitet. Im Verlauf seiner reichen Geschichte hatte es Direktoren wie Hans Pfitzner (1907-1918), Guy Ropartz (1919-1929), Ernest Bour (1950-1963), Alain Lombard (1972-1983), Theodor Guschlbauer (1983-1997), Jan Latham-Koenig (1997-2003) und Marc Albrecht (2006-2011).

Bibliografie

  • Le conservatoire et l’Orchestre philharmonique de Strasbourg
    (Geneviève Honegger)
  • Orchestre philharmonique de Strasbourg, un orchestre dans sa ville
    (Hervé Lévy und Pascal Bastien) Stadt Straßburg – Vertrieb La Nuée Bleue
  • Au Tempo de l’Histoire,
    Katalog zur Ausstellung anlässlich der 150-Jahr-Feier des OPS / Stadt Straßburg

Diskografie

Die vollständige Diskografie des OPS finden Sie auf www.philharmonique.strasbourg.eu/boutique-audio.php