Orchester

Vorstellung des Orchesters

Das Orchestre philharmonique de Strasbourg - Orchestre national (OPS) besteht seit 1855 und verdankt seinen ausgezeichneten Ruf Dirigenten wie Hans Pfitzner, Otto Klemperer, George Szell, Hans Rosbaud, Ernest Bour, Alceo Galliera, Alain Lombard, Theodor Guschlbauer, Jan Latham-Koenig, Marc Albrecht und ab September 2012 Marko Letonja.


Zu den namhaften Gastdirigenten, die bereits am Pult des OPS standen, gehören Felix Mottl, Edouard Colonne, Paul Paray, Hermann Scherchen, Ernest Ansermet, Charles Munch und Wilhelm Furtwängler, dessen Te Deum 1911 in Straßburg uraufgeführt wurde. Berlioz, Brahms, Saint-Saëns, Mahler, Richard Strauss, Reger, d'Indy, Boulez, Lutoslawski und Penderecki dirigierten ebenfalls ihre Werke an der Spitze des Orchesters.

In der Saison 2005/2006 bot das Orchester anlässlich seines 150-jährigen Bestehens ein vielseitiges Programm (Ausstellung, Bildband, Sonderkonzert usw.) und empfing in diesem Rahmen auch das Europäische Orchesterforum.

Das Orchestre philharmonique de Strasbourg (110 Musiker) hat durch seine zahlreichen Auslandstourneen, seine Einspielungen und Fernsehauftritte ein beachtliches internationales Ansehen erworben. Das Orchester gastierte in vielen europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, Schweiz, Großbritannien, Belgien, Niederlande, Kroatien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Italien, Griechenland, Polen) sowie mehrfach in Japan, Brasilien und Argentinien.

Das OPS wirkt mit bei so bekannten Festivals wie Paris, Montreux, Ascona, London, Bratislava, Besançon, Orange, Aix-en-Provence, Montpellier, Saint-Denis, Athen, Granada und Gran Canaria sowie dem Flandern-Festival. Außerdem trat es im Rahmen der Veranstaltungen der Europäischen Kulturhauptstädte Lissabon und Luxemburg auf.

In seiner Heimatstadt gibt das OPS jährlich mehr als 30 Konzerte, spielt aber auch im Rahmen dezentralisierter Veranstaltungen in der Region. Es beteiligt sich ebenfalls an Aufführungen der Opéra national du Rhin und anderen Veranstaltungen wie dem Festival MUSICA oder dem Straßburger Musikfestival.

Das Orchestre Philharmonique de Strasbourg hat zahlreiche Werke des 18., 19. und 20. Jahrhunderts eingespielt und erhielt dafür mehrere Preise und Auszeichnungen. In der Spielzeit 2008/2009 erschienen bei PentaTone die Sinfonischen Gedichte von Strauss unter der Leitung von Marc Albrecht, die Klavierkonzerte von Dvo?ák und Schumann mit Martin Helmchen, ein Album mit Orchestermusik von Alban Berg (Drei Orchesterstücke, Sieben frühe Lieder, Altenberg Lieder) unter Mitwirkung von Christiane Iven, eine CD mit französischen Werken von Dukas, Koechlin und Ravel (die in Japan von der Zeitschrift The Record Geijutsu eine Auszeichnung erhielt) und ein Album mit Werken von Korngold (dem im November 2010 die Goldene Stimmgabel (Diapason d’Or) verliehen wurde und das zu den CDs des Monats (10/10) auf der Website ClassicsTodayFrance gehörte)

Im Jahr 2001 wurde der Verein Euterpe gegründet, der es sich zum Ziel setzt, die Ausstrahlung des Orchesters mit allen Mitteln zu fördern. Euterpe ist eine Anlaufstelle für Musikfreunde und Bewunderer des Orchesters, Konzertbesucher, aber auch Partner, Sponsoren und Unternehmen, die das Orchester unterstützen wollen.

Das Orchestre philharmonique de Strasbourg erhielt im November 1996 den europäischen Preis für Sinfonieorchester des Europäischen Kulturforums und im Juni 1999 den Prix Claude Rostand (beste Opernaufführung in der Provinz) für die Produktion von Poulencs Dialog der Karmeliterinnen. 1994 verlieh ihm das französische Kulturministerium den Titel „Orchestre national“. Im Februar 2006 wurde dem Orchester bei den Victoires de la Musique Classique mit der „Einspielung des Jahres“ für die CD mit Werken von Jean-Louis Agobet eine ganz besondere Auszeichnung zuteil.

Bibliografie

  • Le conservatoire et l’Orchestre philharmonique de Strasbourg (Geneviève Honegger)
  • Orchestre philharmonique de Strasbourg, un orchestre dans sa ville (Hervé Lévy und Pascal Bastien) Stadt Straßburg – Vertrieb La Nuée Bleue
  • Au tempo de l’Histoire, Katalog zur Ausstellung anlässlich der 150-Jahr-Feier des OPS / Stadt Straßburg

Diskografie

Die vollständige Diskografie des OPS finden Sie auf www.philharmonique.strasbourg.eu/boutique-audio.php